Donnerstag, 23. April 2015

Wie unser eT2 das Leben von jungen Leuten umkrempelt...

Als ich unseren eT2 vorgestellt habe, hatte ich versprochen, mehr über die Dorstener Arbeit und unser Oldie-Projekt zu erzählen. Also. Die Dorstener Arbeit ist eine Qualifizierungsgesellschaft. Das Wort ist sehr lang. Kurz geht’s so: Wir kümmern uns um Leute, die – warum auch immer – keinen Job finden. Und wir finden das ungerecht. Denn unsere Jungs und Mädel sind prima. Die sind sicher mal im Leben gestolpert. Aber die wollen richtig was schaffen. Und wir finden mit unseren Projekten immer wieder Chefs, die das genauso sehen und ihnen eine Chance geben. Das ist auch prima. Übrigens: Träger unserer Firma sind die Stadt Dorsten und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, kurz KAB.
Die Bereiche in denen wir dabei aktiv sind, stellt dieser kurze Film vor.

Ich bin Autofan und hab’ vor ein paar Jahren als Werkstattmeister bei der Dorstener Arbeit angefangen. Und dachte, mit Autos und vor allem mit Oldtimern, da kriegen wir was Vorzeigbares hin. Damit können wir unsere Leute begeistern und die Firmen, die richtige Jobs anbieten können. Was soll ich sagen? Das funktioniert.
Angefangen hat alles mit einem hellblauen VW Käfer von 1968. Den haben wir komplett zerlegt und restauriert. Danach hatten wir einen Ponton-Mercedes von 1959, wir haben einen Karmann-Ghia zum Elektromobil umgebaut. Dafür gab’s Preise und Auszeichnungen und viele Jobs für unsere Leute. Und jetzt ist eben der eT2 an der Reihe, der E-Bulli, mit dem wir an der Wave 2015 teilnehmen.
Das Jobcenter Kreis Recklinghausen finanziert das Projekt für 14 junge Leute, die mit mir an unserem Oldie arbeiten. Stromversorger RWE, das Solarunternehmen B&W Energy aus Borken und die KAB sponsern das Projekt. Von den 14 sind sechs durch Praktika schon in richtige Arbeit vermittelt. Das ist eine Wahnsinnsquote. Danke, Bulli! In den nächsten Monaten kriegen wir bestimmt noch mehr Leute unter.
Warum das so gut funktioniert? Das kann am besten unser Chef Jürgen Erhardt erklären. “Weil Autos fassbare Produkte sind”, sagt er. Und: “Weil Autos unsere Leute begeistern und die Chefs von Betrieben.” Und weil am Ende alle sehen und staunen, dass Langzeitarbeitslose so eine Leistung bringen können. 
Einige Einschätzungen von wichtigen Menschen aus unserer Region ist hier zu sehen und zu hören:

Ich bin übrigens ziemlich stolz auf meine Mannschaft. Langzeitarbeitslose können nichts? Das ist totaler Quatsch. Die sind faul? Das ist noch größerer Quatsch. Bei uns ist um vier Feierabend. Die meisten muss ich um fünf aus der Werkstatt scheuchen. Sonst hören die gar nicht mehr auf zu arbeiten. Dafür stehen sie morgens eine halbe Stunde früher auf der Matte. Jungs und Mädels: Ihr seid super. Die Wave 2015 fahre ich für Euch!!!

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